Weihnachtsgeschenke mal ultra-innovativ?

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Sie sind noch auf der Suche nach einem besonderen Weihnachtsgeschenk? Wie wäre es mit einer Smartwatch, einem Fitnesstracker oder einer Datenbrille unter dem Weihnachtsbaum für Ihre Lieben? „Wearable Technologies“, also die neuartigen technischen Geräte, die direkt am Körper getragen werden und mit deren Hilfe das Internet noch komfortabler genutzt werden kann, sind unaufhaltsam auf dem Vormarsch.

Nach Schätzungen des Marktforschungsunternehmens IDC hat Apple im vierten Quartal des vergangenen Jahres 4,1 Millionen Apple Watches verkauft. Damit ist das Unternehmen aus Cupertino die Nummer eins auf dem Markt der Smartwatches und der zweitgrößte Anbieter von Wearables insgesamt. Trotzdem bezeichnen Experten die Apple Watch als Enttäuschung, denn üblicherweise ist - bedingt durch das Weihnachtsfest - das vierte Quartal für Apple das erfolgreichste. Ausgerechnet im Fall der Smartwatch stiegen die Verkäufe im so genannten Weihnachtsquartal nur um 5 Prozent. Damit gehörte die smarte Watch von Apple im Jahr 2015 definitiv nicht zu den beliebtesten Präsenten unter dem Weihnachtsbaum, wie es sonst mit Produkten aus dem Hause Apple ja beinahe schon üblich ist. Schöne Bescherung!

Bereits im letzten Weihnachtsgeschäft richtig erfolgreich war hingegen das Markenunternehmen Fitbit, Hersteller von Fitness-Armbändern. Diese smarten Gesundheitshelferchen sind zum einen weit günstiger als die Apple-Uhren und sprechen auch noch unterschiedlichste Zielgruppen an:  Vom Couch-Potato, über den stilbewussten Trend-Victim (Menschen, die jedem Trend folgen ohne ihn zu hinterfragen) bis hin zum Sportsüchtigen, dem fast jedes Mittel zur weiteren Leistungssteigerung willkommen ist. Kein Wunder also, dass bereits im letzten Quartal des Jahres 2015 die Absatzzahlen von Fitbit um 70 Prozent in die Höhe schnellten (im Vergleich zum Vorquartal). Ob hier noch Luft nach oben bleibt für das diesjährige Weihnachtsgeschäft? Weit oben ist die Luft bekanntlich dünn.

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Wie stehen also die Aussichten für das diesjährige Weihnachtsgeschäft für Apple, Fitbit & Co? Wie viele Menschen hegen überhaupt den Wunsch, ein „Wearable“ zu besitzen bzw. zu nutzen? Und was überwiegt wirklich: Innovationsbegeisterung oder Bedenkenträgerschaft? Wir haben das für die DACH-Region recherchiert und sind auf eine interessante Studie* des BVDW (Bundesverband Digitale Wirtschaft e.V.) gestoßen.

Die Ergebnisse haben uns überrascht: Auch wenn der weltweite Markt für Waerables zweifellos wächst: Die Onliner aus der DACH-Region stehen den internetfähigen, direkt am Körper zu tragenden Geräten eher ablehnend gegenüber, so die BVDW-Studie. Die Gründe dafür sind vielschichtig: Gegen alle drei genannten Wearables sprechen aus Sicht vieler der fehlende persönliche Mehrwert sowie keine Nutzungsnotwendigkeit. Zudem genießen Wearables das Image von „zu teuren Spielereien“. Das Argument „Ich möchte nicht vermessen werden“, wird zusätzlich gegen die Datenbrille und das Fitnessarmband vorgebracht. Datenschutzbedenken bzw. datenschutzrechtliche Debatten haben den anfänglichen Hype um die Google-Brille verstummen lassen.

Am sinnvollsten erachten die Deutschen den Einsatz von „Wearables“ für die Gesundheitsvorsorge. Folgende Statistik zeigt das Ergebnis einer Umfrage zu den Einsatzzwecken von Wearables in Deutschland im Jahr 2015.

 

wearables statistik

 

Auch die Bekanntheit der neuen Geräte kann Hersteller keineswegs zufrieden stellen. Danach sind die Wearables, wie Smartwatches, Fitnessarmbänder und Datenbrillen nur bei ca. der Hälfte der 16-69 jährigen Onliner in der DACH-Region überhaupt bekannt. Hier bleibt also noch einiges an Überzeugungsarbeit zu leisten – viel Zeit bleibt nicht mehr, bis zur Bescherung...

Unser Fazit – ein Ausblick:

Der große Einfluss von Wearables auf unsere Gesellschaft und unser Arbeitsleben ist absehbar. Es wird allerding noch einige Jahre dauern, bis die Geräte Nutzererwartungen erfüllen und die Hersteller Sicherheits- und datenschutzrechtliche Bedenken zerstreuen können.

 

*Kooperationsstudie zu digitalen Nutzungstrends zwischen BVDW, IAB Österreich, IAB Schweiz

Lesen Sie auch unseren aktuellen SELLWERK-Blogbeitrag  "5 Tipps für ein erfolgreiches Weihnachtsgeschäft"

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70 % der Verbraucher treffen mittlerweile ihre Kaufentscheidung auf der Basis von Bewertungen! Wer auf Bewertungen seiner Kunden verzichtet, der verzichtet nicht nur auf glaubwürdige Werbung, sondern auch auf ein gutes Ranking bei Google & Co, denn: Suchmaschinen lieben die Sternchen. Sie möchten ihren Nutzern relevante Suchergebnisse liefern, also solche Anbieter und Produkte, die bereits von anderen aus Erfahrung für gut befunden wurden. Nur so kann Google wiederum selbst bei seinen Usern punkten.

Damit liegt auf der Hand, weshalb Bewertungs- und Vergleichsportale hoch im Trend liegen und auch vor klein- und mittelständischen Unternehmen regionaler Prägung keinen Halt mehr machen, unabhängig von der Branche eines Anbieters. Hoch wird daher die Rolle von Online-Bewertungen eingeschätzt, was ihren direkten Einfluss auf die Kaufentscheidung anbelangt.

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